Gedicht Mit 12 Zeilen ?

September 14th, 2010

Heinz Erhardt

Warum die Zitronen sauer wurden

Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.

Bis sie einst sprachen: “Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen !
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich !”

Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: “Daraus kann nichts werden !
Ihr müßt so bleiben ! Ich bedauer !”
Da wurden die Zitronen sauer . . .

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  1. El

    Das Steckenpferd

    Der eine liebt Konkretes nur,

    der andre das Abstrakte,

    der dritte schwärmt für die Natur

    und deshalb für das Nackte.

    Der vierte mag nur Fleisch vom Schwein,

    der fünfte Milch und Eier,

    der sechste liebt den Moselwein,

    der siebte Fräulein Meier.

    Für jeden gibt es was von Wert,

    für das er lebt und streitet,

    und jeder hat sein Steckenpferd,

    auf dem er immer reitet.

    von Heinz Erhardt

  2. co

    Probiers mal da. Da wirst du doch irgendwas finden in dieser Flut von Gedichten.

    http://www.gedichte-garten.de/artman/art/gedichte.shtml

  3. fe

    Mir geht’s oft schlecht und selten gut,
    jedoch zum Sterben fehlt der Mut.
    D’rum schreib’ ich lieber dies’ Gedicht,
    und spei’s der Welt in ihr Gesicht.

    Wenn and’re lachen weine ich,
    wenn andere weinen lach’ ich nich’.
    Ich lache nie, denn ich bin true,
    wer lacht, den nenn’ ich “blöde Kuh”!

    Ja das bin ich, total gemein,
    denn froh soll bitte keiner sein.

    Ich schreib’ auch gern’ im Internet,
    man nennt mich dort: “SuperEvilDarkLord-m-24-Norderstädt”.
    Da schind’ ich Eindruck, bin beliebt,
    weil’s bei mir schlechte Stimmung gibt.

    Doch “Schattentanz”, das mag ich nicht,
    man oftmals sieht ein Grinsgesicht,
    und Rechtschreibung ist höchste Pflicht.
    Auch Dichtkunst wird dort nicht geschätzt,
    bei Dichtern man die Messer wetzt.
    Man Meisterwerk voll Seelenschmerz,
    nennt man dort einen “schlechten Scherz”.

    Das mocht’ ich nicht, da wurd’ ich laut,
    und schnitt ganz tief in meine Haut.
    Das mach’ ich oft, denn das ist in,
    dadurch ich noch viel truer bin.

    Und wer jetzt lacht, ohne Verstand,
    dem reich’ ich niemals mehr die Hand.
    Der ist auch keiner von den Goten,
    denn Lachen – das ist ja… verboten!

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